PCB/CP & PAK

Sanierung von PCB/SCCP- und PAK-belasteten Bauteilen

PCB, SCCP und PAK gehören zu den relevanten Gebäudeschadstoffen, die bei Umbau-, Rückbau- und Sanierungsarbeiten fachgerecht erkannt, entfernt und entsorgt werden müssen. Im Gegensatz zu meldepflichtigen Asbestsanierungen ist für diese Arbeiten in der Regel keine vorgängige Suva-Meldung mit Sperrfrist erforderlich. Trotzdem gelten hohe Anforderungen an Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz, Umgebungsschutz, Arbeitsvorbereitung, Ausführung, Reinigung, Kontrolle und Entsorgung.

Die ASAN GmbH führt Sanierungen von PCB/SCCP- und PAK-belasteten Bauteilen strukturiert, sicher und nach den geltenden Vorgaben aus. Grundlage bilden insbesondere die Schadstoffanalyse, die objektspezifische Gefährdungsbeurteilung, die einschlägigen Suva-Factsheets, die Vorgaben zur Entsorgung sowie die anerkannten Regeln der Technik.

Die Suva weist ausdrücklich darauf hin, dass bei Um- und Rückbauarbeiten zuerst abgeklärt werden muss, welche Schadstoffe vorhanden sind, damit die richtigen Schutzmassnahmen getroffen werden können. Das gilt nicht nur für Asbest, sondern auch für weitere Gebäudeschadstoffe wie PCB, PAK und vergleichbare belastete Materialien.


PCB/SCCP-Sanierungen

Ausgangslage und Gefährdung

PCB, also polychlorierte Biphenyle, wurden in der Schweiz insbesondere in dauerelastischen Fugendichtungsmassen, Farben, Beschichtungen, Putzen und weiteren Bauprodukten eingesetzt. Die Suva hält fest, dass PCB bis Mitte der 1970er-Jahre unter anderem als Weichmacher in Fugendichtungsmassen verwendet wurden und Fugen grosse Mengen PCB enthalten können.


SCCP, also kurzkettige chlorierte Paraffine, kommen ebenfalls in Bauprodukten vor, insbesondere in Fugendichtungsmassen, Montageschäumen, Kunststoffen, Beschichtungen und weiteren Materialien. Kurzkettige Chlorparaffine gelten als persistente organische Schadstoffe und sind insbesondere aus Umwelt- und Entsorgungssicht relevant. Polludoc beschreibt kurzkettige Chlorparaffine als toxisch relevante Stoffgruppe, die schlecht abgebaut wird und zur Bioakkumulation neigt.



PCB und SCCP werden häufig gemeinsam betrachtet, da sie in ähnlichen Bauteilen vorkommen können und vergleichbare Anforderungen an kontrollierten Rückbau, Arbeitsschutz, Staubvermeidung, Hautschutz, Verpackung und Entsorgung stellen.


Grundsatz der Arbeitsweise

Bei PCB/SCCP-belasteten Bauteilen steht die Vermeidung von Staub, Spänen, Hitze und unkontrollierter Verschleppung im Vordergrund. Beim Rückbau PCB-haltiger Fugendichtungen dürfen gemäss Suva nur Verfahren eingesetzt werden, die wenig Staub freisetzen. Zusätzlich weist die Suva darauf hin, dass Schutzhandschuhe wichtig sind, da PCB auch über die Haut aufgenommen werden kann.



Vor Beginn der Arbeiten wird deshalb ein objektbezogenes Sanierungs- und Schutzkonzept erstellt. Dieses definiert Arbeitsbereich, Schutzmassnahmen, persönliche Schutzausrüstung, Arbeitsverfahren, Reinigung, Abfalllogistik, Entsorgung und Kontrolle..


Vorbereitung und Einrichtung der Arbeitszone

Vor dem Rückbau werden die betroffenen Bereiche klar abgegrenzt und vorbereitet. Ziel ist es, eine kontrollierte Arbeitszone zu schaffen, in der schadstoffhaltige Stäube, Partikel oder Rückstände nicht in saubere Bereiche verschleppt werden.



Zur Vorbereitung gehören je nach Belastung und Arbeitsverfahren:


Massnahme Zweck
Sichtung der Schadstoffanalyse Grundlage für Arbeitsverfahren und Schutzmassnahmen
Abgrenzung der Arbeitszone Trennung belasteter und unbelasteter Bereiche
Schutz angrenzender Bauteile Vermeidung von Verschmutzung und Sekundärkontamination
Staubarme Arbeitsvorbereitung Vermeidung unnötiger Freisetzung
Abkleben und Abdecken Schutz von Böden, Wänden, Einrichtungen und Verkehrswegen
Einrichtung von Materialwegen kontrollierte Ausschleusung belasteter Abfälle
Bereitstellung geeigneter Sauger Absaugung mit geeigneter Filtertechnik
Bereitstellung geeigneter PSA Schutzanzug, Handschuhe, Atemschutz je nach Gefährdung
Instruktion der Mitarbeitenden klare Arbeitsanweisung vor Arbeitsbeginn
Baustellendokumentation Nachvollziehbarkeit der ausgeführten Arbeiten

Eine Unterdruckzone wie bei Asbest ist nicht automatisch erforderlich. Je nach Schadstoffgehalt, Staubentwicklung, Arbeitsverfahren und Umgebung kann jedoch eine abgeschottete Arbeitszone mit Luftführung, Absaugung oder weitergehenden Schutzmassnahmen notwendig sein.


Durchführung der PCB/SCCP-Sanierung

Die Entfernung erfolgt möglichst staubarm und kontrolliert. Fugen, Beschichtungen oder andere belastete Materialien werden so bearbeitet, dass möglichst wenig Abrieb, Staub oder Wärme entsteht. Mechanische Verfahren mit hoher Staubentwicklung sind kritisch zu beurteilen und nur mit geeigneten Schutzmassnahmen zulässig. Beim mechanischen Abtragen PCB-haltiger Farben warnt die Suva vor hohen Konzentrationen an Staub und PCB; PCB kann über belastete Stäube oder über ungeschützte Haut in den Körper gelangen.



Während der Ausführung werden insbesondere folgende Punkte eingehalten:

Bereich Massnahmen
Arbeitsverfahren staubarme Entfernung, möglichst geringe mechanische Belastung
Staubvermeidung Absaugung direkt an der Entstehungsstelle
Hautschutz geeignete chemikalienbeständige Handschuhe
Atemschutz angepasst an Staub- und Schadstoffbelastung
Schutzkleidung Einweg- oder geeignete Schutzkleidung
Verschleppungsschutz klare Trennung von belasteten und sauberen Bereichen
Zwischenreinigung regelmässiges Saugen und Reinigen während der Arbeiten
Abfallmanagement direkte Verpackung in geeignete, dichte Gebinde
Dokumentation Fotodokumentation, Arbeitsnachweise, Entsorgungsnachweise

Sämtliche belasteten Materialien werden getrennt gesammelt, dicht verpackt, gekennzeichnet und gemäss den geltenden Entsorgungsvorgaben entsorgt.


Reinigung und Dekontamination

Nach Abschluss der Rückbauarbeiten wird die Arbeitszone gründlich gereinigt. Ziel ist eine saubere, rückstandsfreie Zone ohne sichtbare schadstoffhaltige Materialreste, Staubablagerungen oder Verschleppungen.



Die Reinigung umfasst je nach Situation:

Reinigungsschritt Beschreibung
Grobreinigung Entfernung sichtbarer Materialreste
Absaugen Absaugen von Oberflächen, Böden, Kanten und Arbeitsbereichen
Feuchtreinigung feuchtes Reinigen geeigneter Oberflächen
Detailreinigung Reinigung von Ecken, Anschlüssen und schwer zugänglichen Bereichen
Werkzeugdekontamination Reinigung oder fachgerechte Entsorgung kontaminierter Werkzeuge
Abfallabschluss vollständige Verpackung und Ausschleusung belasteter Materialien
Kontrollgang Prüfung auf Rückstände und Verschleppungen

Gerade bei PCB/SCCP ist eine sorgfältige Reinigung wichtig, da belastete Stäube und Rückstände nicht in angrenzende Bereiche verschleppt werden dürfen.



Visuelle Arbeitskontrolle und Freigabe

Vor der Freigabe der Arbeitszone erfolgt eine visuelle Arbeitskontrolle. Dabei wird geprüft, ob sämtliche belasteten Materialien vollständig entfernt wurden, keine sichtbaren Rückstände vorhanden sind und die Arbeitszone sauber hinterlassen wurde.

Die visuelle Kontrolle umfasst insbesondere:

Prüfpunkte Ziel
Sanierte Bauteile vollständige Entfernung der belasteten Materialien
Oberflächen keine sichtbaren Rückstände oder Staubablagerungen
Anschlüsse und Kanten keine verbleibenden Fugenreste oder Beschichtungsreste
Arbeitsbereich keine Verschleppung in angrenzende Bereiche
Werkzeuge und Materialwege keine Kontamination durch Rückstände
Abfälle korrekt verpackt, gekennzeichnet und ausgeschleust
Dokumentation Nachweis von Ausführung, Reinigung und Entsorgung

Erst nach bestandener visueller Kontrolle wird der Bereich freigegeben. Je nach Projekt, Vorgaben der Fachbauleitung oder Nutzung des Bereichs können ergänzende Proben, Wischproben oder weitere Kontrollen sinnvoll oder erforderlich sein.


Dokumentation PCB/SCCP

Eine vollständige Dokumentation schafft Transparenz und Nachvollziehbarkeit. Sie kann je nach Auftrag folgende Bestandteile enthalten:

Dokument Zweck
Schadstoffanalyse Nachweis der festgestellten Belastung
Arbeits- und Schutzkonzept Beschreibung von Vorgehen und Schutzmassnahmen
Fotodokumentation Nachvollziehbarkeit vor, während und nach der Sanierung
Arbeitsprotokolle Dokumentation der ausgeführten Leistungen
Reinigungsnachweis Bestätigung der gereinigten Arbeitszone
Sichtkontrolle visuelle Freigabe der sanierten Bereiche
Entsorgungsnachweise Nachweis der fachgerechten Entsorgung
Schlussdokumentation vollständige Übergabe an Bauherrschaft oder Fachbauleitung

PAK-Sanierungen

Ausgangslage und Gefährdung

PAK steht für polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe. PAK treten im Gebäudebereich häufig in teerhaltigen Materialien auf, zum Beispiel in teerhaltigen Klebstoffen, Parkettklebern, Korkisolationen, Schüttungen, Abdichtungen, Dachpappen, Schwarzbelägen oder weiteren älteren Bauprodukten.


Die Suva weist darauf hin, dass bei Um- und Rückbauarbeiten an teerhaltigen Materialien grosse Mengen gesundheitsgefährdender Stäube freigesetzt werden können. Teer beziehungsweise PAK kann beim Menschen Krebs auslösen. In Gebäuden, die vor 1990 gebaut wurden, muss gemäss Suva mit teerhaltigen Baustoffen gerechnet werden.


PAK-Sanierungen erfordern deshalb eine sorgfältige Planung, staubarme Arbeitsweise, geeignete Schutzmassnahmen und eine konsequente Reinigung.:


Grundsatz der Arbeitsweise

Bei PAK-belasteten Materialien steht der Schutz vor gesundheitsgefährdenden Stäuben und kontaminierten Rückständen im Vordergrund. Vor Beginn der Arbeiten muss geklärt sein, welche Bauteile belastet sind, wie hoch die Belastung ist und welches Verfahren angewendet wird. Die Suva hält fest, dass vor Beginn der Bauarbeiten ermittelt werden muss, ob gesundheitsgefährdende Baustoffe vorhanden sind.



Auf dieser Grundlage wird ein objektspezifisches Arbeits- und Schutzkonzept erstellt. Dieses definiert die Arbeitsmethode, Zonierung, Staubschutz, persönliche Schutzausrüstung, Reinigung, Entsorgung und Kontrolle.


Vorbereitung und Einrichtung der Arbeitszone

Vor Beginn der PAK-Sanierung wird die Arbeitszone eingerichtet und gegenüber angrenzenden Bereichen geschützt. Je nach Material, Verfahren und Staubentwicklung können einfache Abgrenzungen bis hin zu vollständig abgeschotteten Bereichen mit technischer Lüftung oder Absaugung erforderlich sein.

Zur Vorbereitung gehören je nach Projekt:

Massnahme Zweck
Prüfung der Schadstoffanalyse Festlegung von Belastung und Sanierungsbereich
Abgrenzung der Arbeitszone Schutz von Personen und angrenzenden Bereichen
Abdecken und Abkleben Vermeidung von Verschleppung
Staubschutzmassnahmen Reduktion von belastetem Staub
Absaugtechnik Erfassung von Staub an der Entstehungsstelle
Luftführung/Lüftung kontrollierte Reduktion von Staubbelastung
PSA-Bereitstellung Schutzanzug, Handschuhe, Atemschutz
Instruktion der Mitarbeitenden klare Regeln zu Arbeitstechnik und Hygiene
Abfalllogistik sichere Verpackung und Ausschleusung
Baustellendokumentation Nachvollziehbare Ausführung

Eine Suva-Meldung mit 14-tägiger Sperrfrist wie bei Asbest ist bei PAK-Sanierungen in der Regel nicht erforderlich. Die Arbeitsausführung muss jedoch den einschlägigen Suva-Factsheets und den anerkannten Regeln der Technik entsprechen.


Durchführung der PAK-Sanierung

Die belasteten Materialien werden kontrolliert und möglichst staubarm entfernt. Je nach Bauteil und Verfahren können Fräsen, Schleifen, Stemmen, Abschaben oder andere mechanische Verfahren erforderlich sein. Dabei sind Staubfreisetzung und Verschleppung konsequent zu minimieren.

Während der Ausführung werden insbesondere folgende Punkte eingehalten:

Bereich Massnahmen
Staubarme Arbeitsweise kontrollierter Rückbau mit möglichst geringer Staubfreisetzung
Absaugung direkte Stauberfassung an Maschinen und Werkzeugen
Atemschutz Schutz vor belasteten Stäuben
Schutzkleidung Vermeidung von Haut- und Kleiderkontamination
Hautschutz geeignete Handschuhe und Hygienemassnahmen
Arbeitszonen regelmässiges Absaugen und Reinigen
Zwischenreinigung dichte Verpackung belasteter Materialien
Entsorgung fachgerechte Entsorgung gemäss Schadstoffklassierung
Dokumentation Nachweise zu Ausführung, Reinigung und Entsorgung

PAK-haltige Materialien werden getrennt erfasst, verpackt, gekennzeichnet und entsprechend den geltenden Entsorgungsvorgaben entsorgt.


Reinigung und Dekontamination

Nach Abschluss des Rückbaus wird die Arbeitszone gründlich gereinigt. Das Ziel ist eine saubere, rückstandsfreie Fläche ohne sichtbare teerhaltige Materialreste, Staub oder kontaminierte Rückstände.

Die Reinigung umfasst je nach Situation:

Reinigungsschritt Beschreibung
Grobreinigung Entfernung sichtbarer Rückbaureste
Absaugen Absaugen von Böden, Wänden, Kanten und Oberflächen
Feuchtreinigung feuchtes Reinigen geeigneter Flächen
Detailreinigung Reinigung von Ecken, Anschlüssen, Rändern und Fugen
Maschinenreinigung Dekontamination eingesetzter Geräte und Werkzeuge
Materialwege Reinigung von Transport- und Ausschleuswegen
Abfallabschluss vollständiges Verpacken und Entfernen belasteter Abfälle
Schlussreinigung abschliessende Reinigung vor Kontrolle

Besonders bei staubintensiven Verfahren ist eine mehrstufige Reinigung wichtig. Belastete Stäube dürfen nicht in angrenzende Räume, Verkehrswege oder spätere Nutzungsbereiche verschleppt werden.


Visuelle Arbeitskontrolle und Freigabe

Vor der Freigabe erfolgt eine visuelle Arbeitskontrolle. Dabei wird geprüft, ob die PAK-belasteten Materialien vollständig entfernt wurden, ob keine sichtbaren Rückstände vorhanden sind und ob die Arbeitszone sauber und frei von belastetem Staub hinterlassen wurde. Die Kontrolle umfasst insbesondere:

Prüfpunkte Ziel
Bearbeitete Flächen vollständige Entfernung der belasteten Schichten
Randbereiche keine Reste an Kanten, Ecken oder Anschlüssen
Oberflächen keine sichtbaren Staub- oder Teerrückstände
Arbeitszone keine Verschleppung in saubere Bereiche
Maschinen und Werkzeuge gereinigt oder fachgerecht verpackt
Abfälle korrekt verpackt und ausgeschleust
Dokumentation nachvollziehbarer Abschluss der Arbeiten

Erst nach bestandener visueller Kontrolle wird die Zone freigegeben. Je nach Projektanforderung können zusätzliche Kontrollproben, Wischproben, Materialproben oder Freigaben durch eine Fachbauleitung vorgesehen werden.


Dokumentation PAK

Auch bei PAK-Sanierungen ist eine saubere Dokumentation wesentlich. Sie dient als Nachweis der fachgerechten Ausführung und Entsorgung. Zur Dokumentation gehören je nach Auftrag:

Dokument Zweck
Schadstoffanalyse Nachweis der PAK-Belastung
Arbeits- und Schutzkonzept Festlegung von Vorgehen und Schutzmassnahmen
Fotodokumentation Nachvollziehbarkeit der sanierten Bereiche
Arbeitsprotokolle Dokumentation der ausgeführten Arbeiten
Reinigungsnachweis Bestätigung der gereinigten Zone
Sichtkontrolle visuelle Freigabe vor Übergabe
Entsorgungsnachweise Nachweis der korrekten Entsorgung
Schlussdokumentation Übergabe an Bauherrschaft oder Fachbauleitung

Fazit

PCB/SCCP- und PAK-Sanierungen sind anspruchsvolle Schadstoffsanierungen, auch wenn sie in der Regel keine Suva-Meldung wie bei Asbest erfordern. Entscheidend sind eine fundierte Schadstoffanalyse, ein objektspezifisches Arbeits- und Schutzkonzept, geschultes Personal, geeignete Schutzmassnahmen, eine staubarme und kontrollierte Arbeitsweise sowie eine konsequente Reinigung und visuelle Kontrolle vor Freigabe.

Die ASAN GmbH führt PCB/SCCP- und PAK-Sanierungen fachgerecht, sicher und dokumentiert aus. Unser Ziel ist eine saubere, rückstandsfreie und kontrolliert freigegebene Arbeitszone – zum Schutz von Menschen, Umwelt und Gebäude.